Mallorca – Berg Heil!
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Ob Sächsische Schweiz, Fränkische Schweiz oder einfach nur ein Ausflug zum Gaudlitzberg.
Für uns Jungen und Mädchen der Kinder- und Jugendgruppen in der Sektion Leipzig war dies
ein sehr ereignisreiches Jahr und es ist kaum zu glauben, das dies am Ende der inländischen
Felsklettersaison noch zu Toppen wäre. Doch für vier von uns wurde ein unbeschreiblicher
Ausflug ermöglicht: Eine Woche Mallorca wurde für Patricia, Magdalene, Jörn und mich zu
einem unvergesslichen Klettererlebnis zusammen mit unserem fürsorglichen Betreuer Frank.
Mit Kletterfreunden aus Dresden und Zwickau flogen wir am Dienstag, den 9. Oktober vom
Flughafen Berlin/Tegel nach Palma de Mallorca, wo wir nach einer kurzen Fahrt mit unseren
Ford Kas in einem Hotel im Küstenort Cala Ratjada eincheckten. Das Trainingslager war
erreicht. Bereits am nächsten Tag um 8 Uhr in der Früh stand die erste Ausfahrt an: In
einer Bucht fanden wir traumhafte Routen, für jeden war etwas dabei: Riss, Reibung oder
Überhang, Leicht und Schwer, jeder konnte sich voll entfalten und sein Training starten.
Trainer aus Dresden, Leipzig und Zittau standen uns mit Rat und Tat zur Seite, um Techniken
auszubauen, zu erlernen oder zu perfektionieren. Nach getaner Arbeit kam eine Abkühlung
im Mittelmeer gerade Recht. Zurück im Hotel, konnten sich alle Sportfreunde nach einer
schmackhaften Mahlzeit entweder aufs Ohr hauen oder im Dunklen den Ort erkunden. Frisch
motiviert ging es am nächsten Tag geschlossen zur Steilküste nahe Satanji. Auch hier hieß
es wieder an die Wand bis die Seile glühen. Die Herausforderungen lockten. Bei herrlichem
Wetter und Meeresrauschen standen auch hier zahlreiche Routen zum Vorstieg bereit. Am Tag
darauf sollte hier ein Trainingswettkampf mit allen Mutigen ausgetragen werden. Und dann
war es auch schon so weit: Kurz ins Hotel und nach einer kurzen Nacht wieder an den Fels.
Zwar hatte sich die Gruppe der Teilnehmer gemindert, doch stießen die Exenjäger aus Chemnitz
zu uns und boten ebenbürtige Konkurrenten.
Der Rest fuhr nach El Cala de Bethlem. Bei mehr als 25 Anwärtern auf den Titel des
Erfolgreichsten musste man etwas längere Wartezeiten in Kauf nehmen, doch umso mehr freute
man sich, wenn man an der Reihe war, sein Können auf die Probe zu stellen. Am Samstag
gingen wir die Trainingseinheiten eher etwas ruhiger an, da wir noch ein paar Tage Training
vor uns hatten. “Deep Water Soling” stand für alle mutigen Kletterfreunde zur Wahl: In
etwa 10 Metern über der Wasseroberfläche boten sich uns Routen zum klettern - ohne Seil
und Gurt - wer fällt, geht baden. Mit Gurt und Seil ging es am nächsten Tag wieder auf
festem Boden an die Wand. Ein Tal mit hunderten von Palmen und Pflanzen zeigte sich bei
bestem Wetter mit zahlreichen Routen. Wir nutzen unsere Zeit, sammelten Erfahrungen sowie
massig Ratschläge von unseren Begleitern. Mit letzten Kräften zog es uns am letzten
Trainingstag wieder ins Inland, sofern man auf einer Insel davon reden kann. In den
Gebirgsregionen nahe der Stadt Inca führen zahlreiche Wege durch die wunderschönen
Mittelmeerwälder, mit exotischen Fruchtbäumen, erneut zu Routen mit verschiedenen
Schwierigkeitsgraden und Technikansprüchen für Groß und Klein. Der letzte Abend und
die letzte Nacht in unserem Hotel endeten leider eher als gedacht und die Vorfreude,
wieder nach Hause zu kommen, wurde von dem Bedürfnis zu bleiben, begleitet. Per Flugzeug
ging es zurück ins kalte Deutschland, wo des Ende unserer Reise sowie der Abschied von
vielen neu gewonnenen Freunden bevorstand. Mit der Heimfahrt nach Leipzig endete unser
Erlebnis.
Viele neue Erfahrungen, Leistungssteigerungen und schöne Erinnerungen bleiben in uns,
ebenso wie der Dank an unseren großzügigen Sponsor, unsere engagierten Organisatoren,
unsere Betreuer und Trainer sowie an alle Beteiligten, die uns diese Trainingsreise
ermöglicht haben. Vielen Dank. Ich hoffe es werden auch viele andere Klettersportbegeisterte
Jugendliche eine solche Möglichkeit genießen können, wie ich sie hatte.
Kevin Knetsch