Hütteneinweisung der Kinder- und Jugendgruppenleiter 13.-15.03.2009
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Obervogelgesang. Das ist das Zeichen zum Aufwachen. Noch zwei Stationen bis Kurort Rathen. Dort müssen wir raus.
Nach zweieinhalb Stunden Bahnfahrt, Fährüberquerung der Elbe und einem gemütlichen Spaziergang, erreichen wir um
22:00 Uhr die Karl-Stein-Hütte. Matthias, der Hüttenwart, war so freundlich die Wegbeleuchtung zu aktivieren, um
die Anreise nicht unnötig in die Länge zu ziehen. Wie sich später heraus stellte war das kein ganz ungefährliches
Unterfangen, da es für die Beleuchtung keinen FI- Schutzschalter gibt. Er hat quasi sein Leben riskiert um unseres
zu schützen. Sehr gut Matthias.
Nach erfolgreicher Bestürmung der Hütte wurden zunächst die Schlafplätze begutachtet. Der obligatorische Bettenkampf
blieb aus, da wir sieben Leute uns auf 25 Matratzen verteilen konnten. Weiter ging es in den Vorratsraum, wo die
Bierreserven geschmälert wurden. Der Rest des Abends verlief in gemütlicher Atmosphäre im Gemeinschaftsraum. Es wurde
getrunken, gegessen und die Jüngeren lauschten den spannenden Berggeschichten der Älteren.
Samstagmorgen. Um 9:00 Uhr haben sich auch die letzten zum Frühstück eingefunden. Von 10:00 bis 12:00 Uhr zeigt uns
Matthias Tipps und Tricks zur Bedienung der Hütte. Wir lernen welche Knöpfe wir drücken müssen um tropische
Innentemperaturen zu erreichen, die Luftfeuchtigkeit im Bad zu verringern und die Materialtransportanlage (MTA)
hoch- und runterfahren zu lassen. Außerdem wurden wir darauf hingewiesen, dass Personen kein Material sind.
Nach einigen Überlegungen, ob geklettert oder gewandert werden soll, fiel die Entscheidung auf wandern, da es tags
zuvor noch geregnet hatte und die Felsen wahrscheinlich noch glitschig sein werden. Über Wehlen ging es dann zur
Bastei. An dieser Stelle der Hinweis an alle Bahnreisende: mit dem Bahnticket kann man in Wehlen die Elbe kostenlos
überqueren. In Rathen haben wir für Hin- und Rückfahrt unglaubliche 80 Cent bezahlt. Bis zum Elbblick wanderten wir
auf den ausgewiesenen Touristenwegen. Dann erinnerten wir uns unserer Mitgliedschaft im Alpenverein, überquerten die
Absperrung und begingen eine neue Route. Bald folgten uns einige Sensations-Touristen, die allerdings am ersten
Überhang wieder umkehrten. Am Wartturm machten wir Rast mit wunderbarem Blick auf die Elbe. Gegen 17:00 Uhr
erreichten wir vollzählig unsere Hütte.
Abendessen. Paste mit Käsesauce wird aufgefahren. Alle hauen fleißig rein. Gewinner ist Ansgar mit fünf Portionen.
Danach wird gespielt: "Ohne Furcht und Adel". Fips schläft im sitzen ein. Auch der Rest ist sehr müde. Wir lassen
Christine gewinnen und gehen schlafen.
Rainer L. schlafwandelt. Mitten in der Nacht sucht er Fips und flucht.
Sonntagmorgen. Es regnet. Wir frühstücken noch zusammen und entscheiden dann zurück nach Leipzig zu fahren. Am
Ticketautomat noch eine Herausforderung. Wie bekommt man sechs Leute möglichst kostengünstig nach Leipzig. Die
Lösung: mit einem Sachsen- und einem Verbund-Ticket (wenn einer die Nerven hat ab Oschatz schwarz zu fahren).
Kostenpunkt 35 Euro. Gegen 15:00 Uhr sind wir da. Kurze Verabschiedung. Jeder geht seinen Weg. Bis zum nächsten
Mal.
PS: Teilgenommen haben Frank L., Rainer L., Rolf (alias Fips), Ansgar, Uta, Christine, Horst, Marcel und ich.
Danny Kautzsch