Sommerkletterfahrt
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Wir brauchten, am 30.07.2009, sage und schreibe 10 Stunden um 600 km zurückzulegen. Ohne Stau und ohne Pannen, mit Autos. Von 8 bis 18 Uhr, vom Leipzig Hauptbahnhof nach Losenstein zur Familie Dorninger in Oberöstereich. Rolf und ich fuhren die Autos und machten so jede Stunde Pause und aßen Rolfs Pflaumen. Und auch die Jugend griff fröhlich in den 10 Liter Pott. Die Jugend, ah die Jugend, die des DAV-Leipzigs schätzt Rolfs Gartenpflaumen und auch meinen Nudelsalat, der erstaunlich satt machte und am Ende doch in den Kompost musste. Jan führte den Sättigungseffekt auf die Vollkornnudeln zurück.
Wir kamen an, Bauten unsere Zelte auf und begannen mit dem Abendbrot, an welches Geselligkeit und Genasche und Lagerfeuer sich von da an jeden Abend anschloss. Rolf hatte Liederbücher mit und so mussten wir fast gar nicht Musik vom Handy hören. Maxim hatte den Plan für den nächsten Tag und auch die eine oder andere russische Geschichte. Ich hatte Stockbrot und Lagerfeuerphilosophie. Der Jan konnte jeden nachahmen. Jacob gab erfrischende Impulse. Tina umsorgte die Katzen. Pascal hatte die Pannen und versenkte nicht nur Würstchen im Feuer. Sebastian Fotografierte und Anne hatte Gesellschaftsspiele a la Werwolf mit. Wir hatten auch gutes Wetter und auch mal schlechtes, so dass wir Wandern konnten und sogar "in die Halle" gingen. Wir Kletterten am Sauzahn, am Nixloch, an der Riesenbergerwand und am Steinwirt, wo uns ein aufgeregtes Schaf anblökte.
Die Wände waren nicht alle im optimal sanierten Zustand. Am Nixloch gab es falsche Hackenabstände und einige leichte Wege waren wegen ihres vertikalen Verlaufes für uns nicht geeignet. Die Riesenbergerwand war gut abgesichert und der Sauzahn war Top. Maxim wollte sein bearbeitetes Material "Klettergärten im Klettergebiet Ennstal" und den Kletterführer "Austria Vertical" vom tmms-Verlag der Bibliothek zukommen lassen.
Mir hat die Fahrt sehr gut gefallen, und ich möchte mich nochmals bei jedem bedanken. Ich weiß nicht mehr wer aber Jemand sagte "besser geht es nicht". Wir wollen nächstes Jahr wieder eine Fahrt machen, wohl noch ein Stückchen mehr ins Neuland. Es war so erfrischend, dass unsere Rückfahrt nur noch 7 Stunden dauerte. Wir danken den Oberösterreichern und ihrer Heimat.
Bartosz Tomaschewski