
Frankenjura 27.-29.05.2011
Samstagmorgen, 7.00 Uhr, Ostseite Hauptbahnhof Leipzig, 6 Menschen, bepackt mit Rucksäcken und Isomatten, ein weißer
VW-Bus - eindeutige Hinweise auf den üblichen Start einer Kletterfahrt. Ziel der ca. dreistündigen, zeitweise
verregneten, Autofahrt sollte das Frankenjura sein. Diesjährig mit von der Partie waren Sonali, Anne, Paul, Amot,
Johannes und Maxim - eine recht beschauliche Anzahl für die 9 verfügbaren Sitzplätze eines Kleinbusses.
Nachdem der am Morgen gekürzte Schlaf auf der Autofahrt nachgeholt wurde, erreichten wir nach kurzem Fußmarsch das
erste Klettergebiet "Freudenhaus". Vor Ort wurde zunächst ein zweites (bzw. erstes) Frühstück eingenommen und der
Felsen inspiziert. So manch ein "Hallenfreak" konnte es gar nicht erwarten, den Naturfels zu bezwingen! So stiegen
wir auch kurz darauf in die ersten Routen ein und machten uns in leichteren Wegen mit dem Fels vertraut. Nachdem die
schönsten Routen abgeklettert waren, wechselten wir den Sektor, um uns auch an anspruchsvolleren Routen zu probieren.
Dort hatte schon nach kurzer Zeit die ganze Gruppe an "Schönheitsideal" ihren Spaß gefunden, da jeder den Ehrgeiz
hatte, diese im Vorstieg zu meistern.
Gegen 17.00 sammelten wir unsere Sachen zusammen, was sich kurz darauf als weise Entscheidung herausstellte, denn kaum
am Auto angekommen, setzte ein heftiger Platzregen ein. Im Supermarkt wurde noch schnell die Verpflegung aufgestockt
und kurz darauf richteten wir unter dem Terminatordach unser Nachtlager ein. Nachdem schon ein gemütliches Feuer entzündet
wurde, machten wir uns mit freudigen Erwartungen auf eine warme Mahlzeit an die obligatorische Nudelzubereitung. Problem
an der Sache war nur, dass wir nach der Diskussion, welche Nudelsorte denn nun die beste sei, die Nudeln im Endeffekt
komplett vergessen hatten! Schweren Herzens stellten wir unser bereits kochendes Nudelwasser Mitboofern zur Verfügung
und änderten das Abendmenü zu Würstchen und Mozzarella Sticks, gemütlich gegrillt am Lagerfeuer.
Der nächste Morgen begann mit einem gemütlichen Boofenfrühstück, woraufhin wir uns frohen Mutes aufmachten, um den
letzten "südländischen" Tag voll auszukosten. Nachdem wir im ersten Gebiet interessante Bekanntschaften mit den
Felsbewohnern der jeweiligen Routen gemacht hatten, wechselten wir zum "Weißenstein".
Der auf der Fahrt dorthin einsetzende Regen war zwar nicht gerade der Brüller, aber wir nutzten die Zeit zur Gebiets-
/ Routenerkundung. Die darauffolgende Regenpause wurde schnell genutzt, doch leider setzte der Regen spätestens eine
halbe Stunde später umso heftiger wieder ein. Somit packten wir schnell zusammen und flüchteten in den trockenen Bus,
der uns nun wieder zurück in die Leipziger Tieflandsbucht bringen sollte.
Die Rückfahrt gestaltete sich allerdings noch sehr amüsant, da wir in einen relativ frischen Stau gerieten und einige
Zeit still standen. Aber auch diese Zeit wurde gut genutzt, um den längst überfälligen Mittagshunger zu stillen, bzw.
das ausgefallene Zähneputzen der letzten Nacht nachzuholen - zweiteres gab am Autobahnrand übrigens ein besonders
interessantes Bild!
Erschöpft aber glücklich erreichten wir gegen 19:00 Uhr unseren Ausganspunkt, den Leipziger Hauptbahnhof und man muss
schon sagen, es war ein lohnender Ausflug - vielen Dank in dem Zusammenhang an Maxim als Organisator und Fahrer!!!
Anne Friedemann